Wein & Brot !

Unter diesen Themen residiert die NÖ. Landesausstellung 2013 im nördlichen Weinviertel (Poysdorf und Asparn/Zaya). In Poysdorf entschied man deshalb, sein weithin sichtbares Wahrzeichen von Grund auf zu restaurieren.

Projektart

Restaurierung

Beschreibung

In einem neuen Licht …

… wird die Poysdorfer Pfarrkirche demnächst erscheinen, so viel steht fest.
Nicht nur weil die gesamte Beleuchtung erneuert wurde. Auch alle anderen Umgestaltungen werden Anlass geben können, manches in anderem Licht zu sehen.
Zu den Änderungen im Einzelnen:

Altarraum
Die jetzt erzielte Lösung wurden in vielen Überlegungen und Gesprächen auf unterschiedlichsten Ebenen, unterstützt von entsprechenden Entwurfsdarstellungen und praktischen Teststellungen erarbeitet. Es müssen dabei zu den liturgischen Anforderungen der Pfarre auch kunstgeschichtliche und denkmalpflegerische Überlegungen berücksichtigt werden.
Kernstück der Umgestaltung ist der neu entworfene Altar des Weinviertler Künstlers Hermann Bauch, der auch den Ambo dazu gestaltet hat.
Der Altarraum selbst wurde von der unübersichtlichen Stufenlandschaft befreit und bietet jetzt geeignete Möglichkeiten zu einer zeitgemäßen liturgischen Gestaltung der verschiedenen Feierlichkeiten. Das Chorgestühl wurde mit großer Sorgfalt saniert. Es bleibt als künstlerisch wertvolles und entwicklungsgeschichtlich verbindendes Element an selber Stelle erhalten. Im Turmzimmer wurde anstelle der bisherigen Beichtstühle ein neuer Ausspracheraum gestaltet.

Taufbereich
Das Taufbecken wurde in den hinteren Bereich, direkt gegenüber dem Haupteingang versetzt und steht nun entsprechend der ursprünglichen kirchlichen Gepflogenheit am Beginn des Kirchenbesuchs um die Taufe als „Eintritt in die kirchliche Gemeinschaft“ noch deutlicher auszudrücken. Auch die Taufzeremonie selbst wird dadurch besser einsichtig und bietet so eine direktere Teilnahme.

Beleuchtung
Die neue Beleuchtung des Hauptraums wird, wie schon eingangs beschrieben, den Gesamteindruck deutlich verändern. Die Kirche erscheint, aufgrund neuer technischer Möglichkeiten, in einem Licht wie niemals zuvor in der Geschichte. Mit Hilfe zeitgemäßer LED-Technologie wird das Licht nicht mehr nur allgemein im Raum verteilt, was in der Regel an vielen Orten ungenügende Lichtstärken zur Folge hatte, sondern es werden bestimmte Zonen der Kirche, wie zB der Hochaltar oder die Seitenaltäre adäquat beleuchtet. Auch der Leselichtanteil in den Kristalllustern wurde mit zusätzlichen Leuchtmitteln verstärkt. Trotz der wesentlich effektiveren Lichtverhältnisse wird in Zukunft nur mehr ca. ein Fünftel der bisher erforderlichen Energie verbraucht.
Ich bin überzeugt, dass es vor allem für jene, die die Kirche schon lange kennen, ein bereicherndes Erlebnis sein wird. Von besonderer Bedeutung für das Licht und den räumlichen Eindruck sind auch die komplette Erneuerung der Malerei so wie die Restaurierung der Kunstgegenstände.

Sonstiges
Nicht sichtbar aber von großer Bedeutung ist auch die Erneuerung der Tonanlage sowie der gesamten Elektroinstallation. Die Akustik in der Kirche ist dadurch deutlich verbessert. Die Zelebranten bekommen zeitgemäße Möglichkeiten der Steuerung von Ton und Licht.

Abschließend möchte ich noch die besonders engagierte Unterstützung sowohl des Innenrenovierungsausschusses als auch des Pfarrgemeinderates und vieler freiwilligen Hände erwähnen, die diese Renovierung zu einer „gemeinsamen Sache“ gemacht haben . Alle am Bau beteiligten, zumeist ortsansässigen Firmen und Handwerker haben Vorbildliches geleistet und bereitwillig zusammen gearbeitet.
Diese Renovierung ist nicht nur für diese Generation. Es ist auch eine Vorleistung in die Zukunft, getragen von der Hoffnung und dem Bewusstsein, Zeugnis abzulegen für das, was uns im tiefsten Inneren bewegt.